Hergruppen LAG Bayern

Häufige Fragen

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Kann man nicht verwendete Herzgruppenstunden in den neuen Verordnungzeitraum übertragen?

  • Innerhalb der Regelleistungsdauer nicht in Anspruch genommene Herzgruppenleistungen können nicht auf Folgezeiten übertragen werden.

 


 

Werden Leistungen der Rentenversicherung auf die Verordnung der gesetzl. Krankenversicherung angerechnet?

  • Auf die Regelleistungsdauer (90 UE in 24 Monaten bei der Erstverordnung) werden vorangehende, gleichartige Leistungen, z.B. eine Verordnung der Rentenversicherung, angerechnet.

     

 


 

Was ist die maximale Teilnehmerzahl in Herzgruppen?

  • In Herzgruppen bestimmt der Herzgruppenarzt die max. Teilnehmerzahl der Übungsveranstaltung, die nicht größer als 20 sein darf (Punkt 10.1 der Rahmenvereinbarung).

 


 

Woher bekomme ich Vordrucke zur ärztlichen Verordnung und Bewilligung?

  • Die Vertragsärzte sind verpflichtet, diese Vordrucke vorzuhalten, die sie bei der Firma Kohlhammer in Stuttgart kostenlos beziehen können.
  • Die Verordnung von Reha-/Herzsport belastet das Arzt-Budget nicht.

 

 

 


 

Wann sollte die Bewilligung durch die Krankenkasse vorliegen?

  • Der Reha-/Herzsport muss vor Beginn der Maßnahme bewilligt  werden. Dies gilt auch für weitere Verordnungen und auch dann, wenn vorher der Rentenversicherungsträger die Leistung gewährt hat.

 


 

Müssen Herzgruppenteilnehmer Vereinsmitglied werden?

  • Nein, aber die Kostenträger (also z.B. die gesetzlichen Krankenkassen) begrüßen eine Mitgliedschaft im Verein auf freiwilliger Basis, um die eigenverantwortliche Durchführung des Bewegungstrainings zu fördern und nachhaltig zu sichern (Punkt 17.4 der Rahmenvereinbarung).

     

  • Zudem sind viele Sportvereine auf die Mitgliedschaft der Herzgruppenteilnehmer angewiesen, um das Angebot der Herzgruppe überhaupt kostendeckend halten zu können.

 

 


 

Wie bekommen die Herzgruppenteilnehmer die geforderte "pauschale Unfallversicherung"?

  • Die Rahmenvereinbarung gibt vor, dass der Anbieter einer Herzgruppe für deren Teilnehmer eine pauschale Unfallversicherung abschließen muss, sofern nicht bereits eine Sportversicherung besteht (Punkt 17.2 der Rahmenvereinbarung). Wenn der Herzgruppenteilnehmer eines BLSV-Vereins also Vereins-Mitglied ist, ist für ihn über die Vereins-Mitgliedschaft die "Sportversicherung" gegeben und der in 17.2. der Rahmenvereinbarung geforderte Versicherungsschutz ist erfüllt.

     

  • Wenn ein Herzgruppenteilnehmer aber nicht Mitglied eines BLSV-Sportvereins ist, so muss auf anderem Weg für diese "pauschale Unfallversicherung" gesorgt werden. Eine "pauschale Unfallsversicherung" ist nicht automatisch durch eine von der Kraankenkasse genehmigte Verordnung ("Muster 56") gegeben.
  • BLSV-Vereine, die Herzgruppen anbieten, haben die Möglichkeit, für Herzgruppenteilnehmer, die nicht Mitglied des Vereins sind, die "pauschale Unfallversicherung" über die sog. "Kurskarte" herzustellen. Die "Kurskarte" und der darin enthaltene Versicherungsschutz ist ein halbes Jahr für den Herzgruppenteilnehmer, auf den sie ausgestellt ist, gültig. Egal, wie oft der Teilnehmer in diesem halben Jahr eine Übungsstunde besucht.
  • Die ist "Kurskarte" ist kostengünstig beim BLSV zu erhalten. Hier finden Sie nähere Informationen zur "Kurskarte".

     

  • Nicht-BLSV-Vereine und andere Anbieter von Herzgruppen müssen ggf. auf andere Versicherungsmöglichkeiten, die für sie zugänglich sind, zurückgreifen, um eine "pauschale Unfallversicherung" für den Herzgruppenteilnehmer zu gewährleisten.

 


 

Wie und in welcher Höhe erfolgt die Abrechnung der Vergütungen?

  • Die Ersatzkassen vergüten 8 € je Herzgruppenteilnehmer/Übungsveranstaltung und 8,50 € je Herzgruppenteilnehmer/Gesundheitsbildungsmaßnahme (gemäß Durchführungsbestimmung mit den Ersatzkassen). Die Abrechnung erfolgt i.d.R. für ein Kalenderhalbjahr, also jeweils zum 30. Juni und zum 31. Dezember eines Jahres und ist per Datenträgeraustausch (DTA) vorzunehmen.
  • Die Primärkassen, die ihren Sitz in Bayern haben, also die AOK Bayern, die IKK Bayern, die LKK in Bayern und die bayerischen Betriebskrankenkassen vergüten 8 € je Herzgruppenteilnehmer/Übungsveranstaltung. Die Abrechnung erfolgt i.d.R. für ein Kalenderhalbjahr, also jeweils zum 30.Juni und zum 31.Dezember eines Jahres und ist per Datenträgeraustausch (DTA) vorzunehmen.
  • Die Deutsche Rentenversicherung in Bayern vergütet 8 € je Herzgruppenteilnehmer/Übungsveranstaltung und 8,50 € je Herzgruppenteilnehmer/Gesundheitsbildungsmaßnahme (gemäß Durchführungsbestimmung DRV BUND).

 

 

 


 

Was ist der Datenträgeraustausch (DTA)?

  • Die Abrechnung der Herzgruppenträger/Vereine mit Primär- und Ersatzkassen muss auf elektronischem Wege per Datenträgeraustausch (DTA) erfolgen.
  • Für die Abrechnung per DTA ist eine spezielle Software erforderlich. Sie können als Mitglieds-Verein der Herz-LAG Bayern die Lizenz zur Nutzung dieser Software kostengünstig bei der Herz-LAG Bayern erwerben. Wenden Sie sich hierzu bitte an die Geschäftsstelle der Herz-LAG:

        Frau Burger bzw. Frau Höldrich, Tel.: 08158 - 903373

  • Als besonderen Service für Mitglieds-Vereine der Herz-LAG kann die Abrechnung über DTA mit den Primär- und Ersatzkassen durch die Herz-LAG erfolgen (gegen einen geringen Kostenbeitrag). Wenden Sie sich hierzu bitte an die Geschäftsstelle der Herz-LAG:

        Frau Burger bzw. Frau Höldrich, Tel.: 08158 - 903373

 

 

 


 

Was sind Nachfolge-Gruppen?

  • Ein Ziel der Herzgruppenarbeit ist die Motivation der Teilnehmer zu langfristigem, selbständigem und eigenverantwortlichem Bewegungstraining. Dies kann sinnvoller Weise in Nachfolge-Gruppen geschehen.
  • Dort treffen sich Herzpatienten, die keinen Leistungsanspruch auf eine Herzgruppe haben, aber weiterhin an einem auf Herzpatienten abgestimmten Bewegungsprogramm teilnehmen möchten.
  • Auch dort betreuen qualifizierte Herzgruppenleiter den Gruppenbetrieb. Die ständige Anwesenheit eines Arztes während der Übungszeiten ist jedoch nicht mehr notwendig.
  • Das Training in diesen Gruppen stellt keinen Reha-/Herzsport mehr dar, der durch Krankenkassen finanziell mitgetragen wird. Das Bewegungstraining findet hier eigenverantwortlich und in Eigenregie statt. Dies gilt ebenso für ein weiteres Verbleiben in der bisherigen Herzgruppe ohne Leistungsanspruch.
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