Aktuelle Informationen zum Herzgruppenbetrieb

Überblick über die aktuellen Verordnungen

Nachdem uns in den vergangenen Tagen immer wieder Anfragen zum aktuellen Stand im Bereich Herzsport erreicht haben, möchten wir an dieser Stelle einen Überblick über die aktuell gültigen bayerischen Verordnungen in Bezug auf den Rehasport in der Herzgruppe geben:   

Grundlage aller Maßnahmen ist nach wie vor die 12.Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) in ihrer aktuellen Fassung vom 06.05.2021, in welcher die Bestimmungen des neuen Infektionsschutzgesetzes („Bundesnotbremse“) für den Freistaat Bayern eingearbeitet wurden und zunächst bis einschließlich 02.06.2021 gültig ist. HIER gelangen Sie zur 12. BayIfSMV.

§12 Absatz 3 der 12. BayIfSMV regelt die Öffnung von Arztpraxen, Zahnarztpraxen und sonstigen Praxen zur Erbringung von medizinisch notwendigen Leistungen. Nach schriftlicher Aussage des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege können auch Gruppensitzungen stattfinden, die einen medizinischen, therapeutischen oder pflegerischen Zweck haben und bei denen die Teilnahme im Einzelfall durch den Mediziner, Therapeuten oder Pfleger veranlasst wurde (Voraussetzung: Einhaltung des Abstandsgebots zwischen den Teilnehmern und der Maskenpflicht für Personal und FFP2-Maskenpflicht für Teilnehmer; Entfallen der Maskenpflicht, wenn es die Art der Aktivität nicht zulässt). Das Bayerische Staatsministerium weist zudem darauf hin, dass Gruppenangebote mit einer kleinen Teilnehmerzahl durchgeführt werden sollten, welche das derzeitige Infektionsgeschehen ausreichend berücksichtigt. Erschwerend für den Verein kommt jedoch möglicherweise hinzu, dass §11 derselben Verordnung, wonach alle Freizeiteinrichtungen geschlossen bleiben müssen, Anwendung findet.

Immer wieder wird der Einsatz von Antigen-Schnelltests zur Legitimierung der Durchführung einer Rehasport-Stunde diskutiert. Laut Gesetz gibt es unserer Auffassung nach zum aktuellen Zeitpunkt, entgegen dem Einzelhandel oder den Schulen, keine Test-Verpflichtung für die Durchführung medizinisch notwendiger Leistungen.

Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass der jeweilige Anbieter unter Berücksichtigung der eigenen Rahmenbedingungen darüber entscheidet, ob die Durchführung einer Herzgruppe unter Einhaltung aller Hygiene- und Schutzkonzepte darstellbar ist oder nicht.

Uns als Herz-LAG ist bewusst, dass die Herzgruppe für viele Teilnehmende neben dem reinen Bewegungsaspekt auch eine wichtige soziale Stütze bei der Krankheitsbewältigung bzw. Gesunderhaltung darstellt. Umso wichtiger ist es unserer Meinung nach, gegenüber dem Nutzen auch die möglichen Risiken für die Teilnehmenden bei Ihrer Entscheidung mit zu berücksichtigen. Hierzu zählen insbesondere die aktuellen Entwicklungen im regionalen Infektionsgeschehen sowie die weiterhin geltenden massiven Kontaktbeschränkungen im privaten und beruflichen Bereich („Homeoffice-Verpflichtung“). Darüber hinaus bieten die „Antigen-Schnelltests“ (Durchführung von geschultem Personal) und die „Selbsttests“ (eigene Durchführung) gemäß den aktuellen medizinischen Erkenntnissen jeweils nur eine bedingte Zuverlässigkeit, Infektionen und Nicht-Infektionen zu erkennen. Möglicherweise spielt bei Ihrer Entscheidung auch der Impfstatus der Teilnehmenden eine Rolle, wobei wir an dieser Stelle darauf hinweisen möchten, dass Abstands- und Hygienekonzepte auch für immunisierte Personen weiterhin eine zentrale Rolle spielen.

Wir werden die weiteren Entwicklungen in dieser doch sehr dynamischen Zeit weiterhin beobachten und regelmäßig evaluieren und Sie an dieser Stelle über mögliche Änderungen und Anpassungen informieren.