Ersatzkassen: Befristet mehr Geld für bayerische Herzgruppen wegen Corona-Krise

Befristete Vergütungserhöhung zur Abmilderung der Corona-Folgen

In der aktuell gültigen Vergütungsvereinbarung mit den Ersatzkassen sorgt die sog. "Günstigerklausel" dafür, dass für bayerische Herzgruppen der aktuelle Vergütungssatz der Primärkassen (8,50 €) auch für die Ersatzkassen gilt. Dies, obwohl die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) mit den Ersatzkassen auf Bundesebene einen Vergütungssatz von 8,80 € vereinbaren konnte.

Angesichts der Corona-Pandemie und ihren Folgen für den Rehabilitationssport haben die Ersatzkassen sich nun bereit erklärt, diese "Günstigerklausel" befristet für den Zeitraum 1.5.2020 - 31.12.2020 auszusetzen.

Was heißt das nun für die Leistungserbringer von Herzgruppen: Für Herzgruppenleistungen, die im Zeitraum 1.5.2020 - 31.12.2020 erbracht werden, kann befristet ein Vergütungssatz von 8,80 €/Versichertem je Übungseinheit abgerechnet werden.

Auch für die Abrechnungsposition "Rehabilitationssport" (Positionsnr. 604503) wirkt sich der Verzicht auf die "Günstigerregelung" aus: Für Leistungen, die hier im Zeitraum 1.5.2020 - 31.12.2020 erbracht werden, können statt 5,45 € befristet 5,54 € abgerechnet werden.

Das Abrechnungs-Programm der Herz-LAG pflegt diese Änderungen automatisch ein, Sie müssen bei Nutzung unseres Abrechnungs-Programms bzw. wenn Sie die Abrechnung über unser Büro vornehmen lassen, nichts beachten.