Coronavirus: Infos der Kostenträger bzgl. bereits genehmigter Herzgruppen-Verordnungen

 (AKTUALISIERT am 8.6.2020)

Hier finden Sie die Informationen bzgl. der Regelungen der Kostenträger im Hinblick auf bereits genehmigte Verordnungen für den Rehasport in Herzgruppen. Wir gehen davon aus, dass sämtliche hier dargestellte Regelungen der Krankenkassen nicht nur für Herzgruppen gelten, sondern auch für jeglichen anderen Rehasport.

 

DRV Bayern Süd/Nord/Schwaben

  • Damit derzeit nicht mögliche Leistungen ggf. zeitnah nachgeholt werden können, erklärt sich die DRV Bayern Süd/Nord/Schwaben bereit, für ihre Versicherten die in der BAR-Rahmenvereinbarung festgelegten Fristen für Beginn und Abschluss um 3 Monate zu verlängern. Es gilt die mit der jeweiligen Verordnung verbundene Zusage der DRV Bayern Süd/Nord/Schwaben zur Kostenübernahme also grundsätzlich auch bei einem entsprechend späteren Beginn bzw. späterer Fortführung sowie Beendigung.
  • Kann eine (weitere) Durchführung von Reha-Sport bzw. Funktionstraining nicht innerhalb der eingeräumten Fristenverlängerung erfolgen (z.B. weil sich die Krisensituation bis dahin nicht wesentlich gebessert hat), kann eine Abrechnung der zu Lasten der DRV Bund wahrgenommenen Leistung nur bis zum Ende der Fristverlängerung erfolgen. Eine weitere Verlängerung kommt mit Blick auf den für die Leistung maßgeblichen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit der vorhergehenden medizinischen Rehabilitation nicht in Betracht.
  • Ausfallvergütungen an die Sportvereine bzw. Sport-/Trainingsanbieter können durch die DRV Bayern Süd/Nord/Schwaben mangels Rechtsgrundlage leider nicht gezahlt werden.

Die bayerischen Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung schließen sich der Empfehlung der gesetzlichen Krankenversicherung an und tragen das von den gesetzlichen Krankenkassen in Bayern zunächst für die Zeit bis 30.06.2020 festgelegte Verfahren zur Fortführung des Rehabilitationssports / Funktionstrainings als Tele-/Online-Angebot während der Corona-Pandemie im Rahmen der ARGE Reha-Sport in Bayern mit. Der Herzsport ist davon ausgeschlossen.

 

DRV BUND

  • Damit derzeit nicht mögliche Leistungen ggf. zeitnah nachgeholt werden können, erklärt sich die DRV BUND bereit, für Versicherte der DRV Bund die in der BAR-Rahmenvereinbarung festgelegten Fristen für Beginn und Abschluss um 3 Monate zu verlängern. Es gilt die mit der jeweiligen Verordnung verbundene Zusage der DRV Bund zur Kostenübernahme also grundsätzlich auch bei einem entsprechend späteren Beginn bzw. späterer Fortführung sowie Beendigung.
  • Kann eine (weitere) Durchführung von Reha-Sport bzw. Funktionstraining nicht innerhalb der eingeräumten Fristenverlängerung erfolgen (z.B. weil sich die Krisensituation bis dahin nicht wesentlich gebessert hat), kann eine Abrechnung der zu Lasten der DRV Bund wahrgenommenen Leistung nur bis zum Ende der Fristverlängerung erfolgen. Eine weitere Verlängerung kommt mit Blick auf den für die Leistung maßgeblichen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit der vorhergehenden medizinischen Rehabilitation nicht in Betracht.
  • Ausfallvergütungen an die Sportvereine bzw. Sport-/Trainingsanbieter können durch die DRV Bund mangels Rechtsgrundlage leider nicht gezahlt werden.

 

AOK Bayern (bayerische Primärkasse)

  • Im Zusammenhang mit der aktuellen Situation wurden gemeinsam mit der Abrechnungsstelle der AOK Bayern, dem DLZ Heilmittel, für Versicherte und Leistungserbringer folgende Regelungen getroffen:
    • Bereits genehmigte Verordnungen, welche im Zusammenhang mit dem Corona-Virus unterbrochen werden (Schließung der Übungsstätte durch den Leistungserbringer, Quarantäne des Versicherten bzw. des Übungsleiters, Vorsichtsmaßnahme des Versicherten) behalten ihre Gültigkeit.
    • Wird die Leistungserbringung/Teilnahme wieder aufgenommen, kann die noch ausstehende Anzahl von Übungseinheiten in Anspruch genommen werden.
    • Eine Verlängerung über den genehmigten Zeitraumes hinaus ist um den Zeitraum möglich, in welchem die Leistung aufgrund der Schließung durch den Leistungserbringer, der Quarantänezeit usw. nicht durchgeführt bzw. in Anspruch genommen werden konnte.
    • Diese Verlängerung muss nicht von der AOK nochmals genehmigt werden.
  • Hinweise für den Leistungserbringer:
    • Zu beachten ist, dass der Leistungserbringer auf der Teilnahmebestätigung die Unterbrechung/ den Unterbrechungszeitraum aufgrund des Corona-Virus vermerkt!
    • Weiterhin ist darauf zu achten, dass trotz Erweiterung des Genehmigungszeitraums nur die Anzahl der gesamten Übungseinheien erbracht werden, welche genehmigt wurden!
    • Entsprechend gekennzeichnete Abrechnungsunterlagen werden aufgrund der aktuellen Situation von unserer Abrechnungsstelle bezahlt.
    • Es besteht ein Vergütungsanspruch für die bereits erbrachten Übungseinheiten. Wir empfehlen aufgrund der aktuellen Sachlage diese Leistungen unabhängig von den vertraglich geregelten Zwischenabrechnungen sofort abzurechnen, um Liquiditätsengpässe abzumildern.

 

Weitere bayerische Primärkassen (Knappschaft, IKK, BKK, LKK)

Genehmigungsverfahren

Der Bewilligungszeitraum beim Rehabilitationssport und Funktionstraining wird unbürokratisch um die Zeit der Aussetzung der Übungsveranstaltungen verlängert. Hierzu bedarf es keiner besonderen Antragstellung durch die Versicherten bzw. die Leistungserbringer.

Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Versicherten aus Angst vor Ansteckung nicht mehr teilnehmen, die Leistungserbringer die Übungsveranstaltungen abgesagt haben, die Übungsstätten geschlossen wurden oder die Durchführung behördlicherseits untersagt wurde.

Die Rehabilitationsträger (= Krankenkassen) werden nach überstandener Corona-Krise alle Leistungserbringer-Verbände über den (max.) Verlängerungszeitraum informieren.

 

Verband der Ersatzkassen (vdek; gilt für folgende Kassen: Techniker, Barmer, DAK-Gesundheit, KKH, hkk, HEK)

Genehmigungsverfahren

Der Bewilligungszeitraum beim Rehabilitationssport und Funktionstraining wird unbürokratisch um die Zeit der Aussetzung der Übungsveranstaltungen verlängert. Hierzu bedarf es keiner besonderen Antragstellung durch die Versicherten bzw. die Leistungserbringer.

Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Versicherten aus Angst vor Ansteckung nicht mehr teilnehmen, die Leistungserbringer die Übungsveranstaltungen abgesagt haben, die Übungsstätten geschlossen wurden oder die Durchführung behördlicherseits untersagt wurde.

Die Rehabilitationsträger (= Krankenkassen) werden nach überstandener Corona-Krise alle Leistungserbringer-Verbände über den (max.) Verlängerungszeitraum informieren.

 

Zwischenabrechnungen

Die Leistungserbringer haben einen Vergütungsanspruch für die bereits erbrachten Übungsveranstaltungen. Es wird empfohlen, diese Leistungen unabhängig von den vertraglich geregelten Zwischenabrechnungsterminen (in der Regel zum 30.06. und 31.12. d.J.) sofort mit den Krankenkassen abzurechnen, um Liquiditätsengpässe abzumildern.

Hinweis: Die Verbreitung des SARS-CoV-2 (Corona-Virus) kann ebenfalls zu Problemen in der operativen Bearbeitung bei den Krankenkassen und/oder deren Abrechnungsdienstleistern führen.

 

Finanzielle Hilfen

Vorauszahlungen/Abschlagszahlungen, z.B. in Höhe der in 2019 erbrachten Leistungen, sind nicht möglich. Dies gilt ebenso für die Einrichtung von Unterstützungsfonds etc.

In diesem Zusammenhang wird auf das Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus hingewiesen. Man kann selbst prüfen, ob u.a. folgendes in Frage kommen kann (Ansprechpartner: Bayerische Staatsregierung):

    • ggfs. Ansprüche auf Entschädigungsleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz
    • ggfs. Anträge auf Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen oder Anträge auf Kurzarbeitergeld
    • ggfs. Anträge auf steuerliche Liquiditätshilfen für Unternehmen
    • ggfs. Anträge auf Kredite bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)